Unermesslich Mondlicht

Unermesslich Mondlicht auf Gräbern –
unbewacht unter dem Himmel liegen sie
hinter Mauern und unter Bäumen.
Nur 20 oder 25 Jahre, dann werden
Knochen ausgeräumt und verworfen,
dieser Liegeplatz kostet
in der Welt des Kapitals
immer neu verkauft.

Das goldene Kalb auch hier
umtanzt von Christen und
Atheisten, spielt seine Rolle aus
und seine Macht auf allen Flächen.
Selbst der Wald steht stumm.
Die Bäume lauschen
dem Singsang der Menschen,
aber sie nehmen nicht Anteil,

regen sich nicht auf:
Die Vögel wohnen in ihnen.
„Zeit ist Geld“ gellt es
zum Himmel, wo niemand
darauf hört. Die Wolken schweben,
ziehen weiter, lassen Sonne durch
manchmal zum Wärmen
oder verdunkeln die Welt eisig.

Flüsternd klingen wie Mahnung
die Blätter im Wind:
„Hör dem Gellen nicht zu!“

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