Es klirrte

Ein Glas ist zerbrochen – das Glück?

Glück und Glas, wie leicht bricht das – zerschellt auf steinernen Fliesen, auf Kopfsteinpflaster, auf Beton …

Was ist Glück?

Bei manchen nur gluck-gluck, die Sauferei, sich wegtrinken aus der Gegenwart. Manchmal sagen Männer, dass sie sich „eine Frau erst schönsaufen müssen!“

Eine Blume finden, die duftet, die man genießen kann, ohne jemandem weh zu tun. (Siehe: Ich ging im Walde so für mich hin …)

Alte Bäume bewundern, wie sie knospen und zart zu grünen beginnen, dunkler im Laub werden oder geflammt, herbstfarben werden gelb-orange-rot-braun-rostrot-schwarzbraun. Wie sie gewachsen sind, stark und knorrig geworden, die Jahre überdauert haben mit so vielen Sommern und Wintern, wie sie kein Mensch erleben kann in seinem ganzen Leben.

Ein Tier kraulen, dass es schnurrt wie eine Katze, gluckst wie ein Huhn, sich unter deine Hände legt wie ein Hund – aber auch Tiere ohne Fell können glücklich machen. Ein Marienkäfer, der nach dem Anhauchen auf deine Fingerspitze klettert und die Flügel ausbreitet und fliegt. Ein Frosch, der nicht bei der kleinsten Erschütterung verschwindet, sondern dich anschaut und vielleicht sogar deinen Finger auf seiner glitschigen Haut duldet. Ein Schmetterling, der dein Warten belohnt und zu dir kommt, um auf deinem farbigen Pullover in der Sonne zu sitzen. Ein Vogel, der zuerst bei deiner Annäherung seinen Gesang unterbrach, aber dann doch wieder zu pfeifen beginnt und dich Lauscher beglückt mit seinen Tönen, seiner Melodie. Eine Taube, die auf die gestreuten Körner zuwackelt und dann pickt oder gar auf deine Hand fliegt, um sich selbst zu bedienen. Sie alle gehören in mein Glücksspektrum.

Einen Menschen fühlen dürfen, streicheln, riechen, hören, sehen – seine Wärme spüren, seinen Atem wahrnehmen als heben und senken, als Luftstrom und Laut, seine Anziehungskraft entdecken, seine Spiritualität, den Sinn seiner Sätze erfassen, die gewählten Worte und Begriffe begreifen wie Haut unter den Fingern… Kein Gegenübersitzen nur, beieinander sein: Mensch bei Mensch! – Selten, so ein Glück. Vielleicht lieben …

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